Ausgabe drei: "Migration"

 
Editorial
Isabelle Lafarge, 30. April 2017

Migration ist ein Thema, das gut in unser eJournal passt - jenen Raum, den psychoanalytische Gedanken aus allen Kontinenten durchqueren. Für uns als Analytiker ist der Ort des Fremden und des Befremdlichen ein Charakteristikum der Aufdeckung des Unbewussten und berührt uns ganz besonders.
 
Die brennende Aktualität der großen Wanderungsbewegungen drängt uns dazu, unsere Erfahrungen miteinander zu teilen.
 
Die, die weggehen
In dieser Ausgabe offerieren uns mehrere Autoren, die am eigenen Leib und in ihrer Geschichte von Exil betroffen sind, sehr bewegende Texte. Mehr.
Unter den zahlreichen Verlusten, die Migranten verkraften müssen, sind der Verlust der Kultur und der Muttersprache die verheerendsten.
Immigranten in Europa, in den Vereinigten Staaten, überall. Bilder über Bilder; Geschichten und Dramen, oft in Echtzeit zu sehen in den Massenmedien.
Psic. Andrea Paola Escobar Altare
Die Formen von Ithaka
Migration ist Teil der psychischen Geschichte Lateinamerikas. Es ist nicht möglich, darüber nachzudenken, was uns vertraut ist, ohne Fremdes zu einzubeziehen.
Ein Psychoanalytiker und Immigrant denkt über seine einzigartigen und zwingenden Gegenübertragungsreaktionen in der Arbeit mit Immigranten aus der früheren Sowjetunion nach.
Ein durchschnittlicher ungarischer Staatsbürger hat im Laufe seines Lebens mehr UFO-Sichtungen, als dass er Einwanderer zu Gesicht bekommt
Flutwellen“ von Immigranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden polarisieren häufig die Bevölkerung des Einwanderungslandes.
Gewalt in all ihren Formen und Inhalten ist ein Phänomen, das der Gattung Mensch innewohnt und das immer aus der Sicht des Menschen behandelt wird.
Es dauert mehrere Generationen bis die massive Traumatisierung durch Fluchterlebnisse verarbeitet werden kann. Das Trauma zerstört die Fähigkeit zu denken, woraus dramatische Formen von Verleugnung re
 
LAST 30 DAYS ARTICLES
 
 
 
 
Video's

 
 
Ausschreibung!
 
Beiträge erwünscht!

Psychoanalysis.Today beschäftigt sich mit Fragestellungen aus den verschiedensten Feldern menschlicher Erfahrungen, wie zum Beispiel Politik, Gesellschaft, Kultur, zwischenmenschliche Beziehungen, Umwelt, innerpsychische Welt und Intimität. Wir denken, dass Psychoanalytiker zur Diskussion dieser zeitgenössischen Probleme beitragen können und auch sollten.
Wir möchten Sie deshalb hiermit dazu einladen, einen Beitrag zur Diskussion der Themenbereiche zu leisten, die Sie interessieren. Sie können eines von mehreren Formaten wählen: Texte (bis zu 1000 Worte), Filme (bis zu 10 Minuten), Bilder, Cartoons oder Interviews.  Wir wünschen uns Beiträge, die sich auf psychoanalytische Theorie und/oder klinische Arbeit und klinische Erfahrungen beziehen. Bitte beachten Sie die Notwendigkeit der strikten Anonymisierung des klinischen Materials, für die Sie die alleinige Verantwortung tragen.
Die Beiträge werden einem Review Verfahren unterzogen, und zwar hinsichtlich Inhalt/Bezug zum Thema, Klarheit und Kreativität. Die Herausgeber entscheiden über die Veröffentlichung der Beiträge.


  Dipl. Psych. Ursula Burkert
  Dr. Daniel Alfredo Biebel
   Mme Isabelle Lafarge
  Dr. Adrienne E. Harris
  Lic. Liliana Pedrón Martín
  Dr. Helen Fronshtein
Sra. Marina Kon Bilenky